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Phenylalanin ist eine Aminosäure, die für den menschlichen Stoffwechsel
notwendig ist, aber nicht im Körper hergestellt wird, sondern mit
der Nahrung aufgenommen wird. So aktiviert z.B. Phenylalanin das
Coenzym Q, das bereits im Körper vorhanden ist - was gut fürs Herz
ist. Die Aminosäure steigert auch das sexuelle Interesse, reduziert
die Hungergefühle und verbessert das Gedächtnis und die geistige
Beweglichkeit. Vorhanden ist Phenylalanin in nahezu allen Lebensmitteln,
in manchen mehr, in anderen weniger.
Wozu also die besondere Auszeichnung
von Speisen, die eine Phenylalaninquelle enthalten? Es gibt Menschen
(Inzidenz 1:10 000), die an einer erbbedingten Stoffwechselkrankheit
leiden, der Phenylketonurie (PKU). Ihr Körper kann die Aminosäure
nicht in Tyrosin umwandeln. Dadurch kommt es zu einer Anreicherung
von Phenylalanin und dessen Abbauprodukten (z.B. Phenylketon) in
Körperflüssigkeiten und Geweben.
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Heutzutage werden alle Kinder gleich nach der Geburt untersucht
(GUTHRIE-Test), da PKU gerade im Säuglingsalter eine strenge Diät
erforderlich macht, um geistige Behinderungen zu vermeiden. Da die
Krankheit bislang nicht heilbar ist, müssen auch Erwachsene möglichst
phenylalaninarm essen, insbesondere Schwangere, da die Phenylalanin-Abbauprodukte
die Plazenta durchdringen und dadurch das Kind schädigen können.
Auch wenn anzunehmen ist, dass PKU-Kranke selbst wissen, was sie
essen dürfen und was nicht: Das Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz
(LMBG) schreibt die Kennzeichnung vor, und zwar für die Lebensmittel,
in denen Aminosäuren und deren Derivate als Zusatzstoffe auftauchen.
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