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ESSEN & TRINKEN
Lebensmittelkennzeichnung

Was ist eigentlich eine Phenylalaninquelle?

Phenylalanin ist eine Aminosäure, die für den menschlichen Stoffwechsel notwendig ist, aber nicht im Körper hergestellt wird, sondern mit der Nahrung aufgenommen wird. So aktiviert z.B. Phenylalanin das Coenzym Q, das bereits im Körper vorhanden ist - was gut fürs Herz ist. Die Aminosäure steigert auch das sexuelle Interesse, reduziert die Hungergefühle und verbessert das Gedächtnis und die geistige Beweglichkeit. Vorhanden ist Phenylalanin in nahezu allen Lebensmitteln, in manchen mehr, in anderen weniger.

Wozu also die besondere Auszeichnung von Speisen, die eine Phenylalaninquelle enthalten? Es gibt Menschen (Inzidenz 1:10 000), die an einer erbbedingten Stoffwechselkrankheit leiden, der Phenylketonurie (PKU). Ihr Körper kann die Aminosäure nicht in Tyrosin umwandeln. Dadurch kommt es zu einer Anreicherung von Phenylalanin und dessen Abbauprodukten (z.B. Phenylketon) in Körperflüssigkeiten und Geweben.


Heutzutage werden alle Kinder gleich nach der Geburt untersucht (GUTHRIE-Test), da PKU gerade im Säuglingsalter eine strenge Diät erforderlich macht, um geistige Behinderungen zu vermeiden. Da die Krankheit bislang nicht heilbar ist, müssen auch Erwachsene möglichst phenylalaninarm essen, insbesondere Schwangere, da die Phenylalanin-Abbauprodukte die Plazenta durchdringen und dadurch das Kind schädigen können.

Auch wenn anzunehmen ist, dass PKU-Kranke selbst wissen, was sie essen dürfen und was nicht: Das Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz (LMBG) schreibt die Kennzeichnung vor, und zwar für die Lebensmittel, in denen Aminosäuren und deren Derivate als Zusatzstoffe auftauchen.

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weitere Infos bei Wikipedia: Phenylketonurie
Danke für Anregung und Text an das Studentenwerk Göttingen

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