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Das Gemüse, das das Studentenwerk
Oldenburg in seinen Mensen und Cafeterien verarbeitet, kommt zu
einem Drittel aus ökologischer Erzeugung; bei anderen pflanzlichen
Erzeugnissen liegt der Anteil zum Teil sogar noch weit höher.
Doch was bedeutet das heute gern gebrauchte Schlagwort "ökologisch"
im Einzelnen?
Ökologische Erzeugung von Nahrungsmitteln beruht auf Langfristigkeit
und Nachhaltigkeit. Boden, Pflanze, Tier und Mensch werden als gleichberechtigte
Glieder einer Kette gesehen, die möglichst harmonisch zusammenwirken
sollen. Der Gedanke, dass alles Leben in der Natur in Gemeinschaften
von Tier- und Pflanzenarten stattfindet, die sich einem bestimmten
Lebenraum anpassen, wird in der ökologischen Landwirtschaft
der Erzeugung von Nahrungsmitteln zugrunde gelegt.
Dabei steht nicht der kurzfristige wirtschaftliche Gewinn im Vordergrund,
sondern das langfristig aufzubauende und zu erhaltende Gleichgewicht
in der Natur. Jede einzelne Maßnahme muss auf die Förderung
der Gesamtheit ausgerichtet sein.
Viele landwirtschaftliche Betriebe, die ökologisch wirtschaften,
haben sich Erzeugerverbänden angeschlossen, die verbindliche
Richtlinien für die Produktion ökologischer Nahrungsmittel
aufgestellt haben, damit es für die VerbraucherInnen möglich
ist, die Produktionsbedingungen nachzuvollziehen.
Die Zulieferbetriebe des Studentenwerks Oldenburg etwa gehören
dem Bioland-Verband
an, der mit über 4.100 Betrieben der größte deutsche
Zusammenschluss ökologisch wirtschaftender Bauernhöfe
und weiterverarbeitender Betriebe ist.

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Auszug aus den Richtlinien des Bioland-Verbandes
für den ökologischen Anbau von Pflanzen:
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Standort:
Auswahl möglichst unbelasteter Standorte. Gestaltung des
Standortes nach ökologischen Gesichtspunkten für Gesundheit
und Widerstandskraft der Kulturpflanzen, z.B. durch zusätzliche
Bepflanzung oder Schaffung von Nistmöglichkeiten für
Nützlinge |
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Saat- und Pflanzgut
muss, soweit verfügbar, aus ökologischem Landbau stammen
und den Gegebenheiten des Standortes angepasst sein. Verbot
der Behandlung mit chemisch-synthetischen Beiz- oder anderen
Pflanzenschutzmitteln. |
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Fruchtfolge
als wichtige Grundlage der ökologischen Landwirtschaft
zur Sicherung einer nachhaltigen Bodenfruchtbarkeit und der
Widerstandskraft der Pflanzen gegen Krankheiten und Schädlinge |
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Düngung:
Grundlage der Düngung ist organisches Material aus dem
eigenen Betrieb wie ggf. Mist landwirtschaftlicher Nutztiere
oder pflanzliche Rückstände. Ausgeschlossen sind synthetische
Düngemittel, Guano und Harnstoff sowie Gülle, Jauche
oder Geflügelmist aus konventioneller Tierhaltung |
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Pflanzenschutz
durch angemessene Fruchtfolge, Sortenwahl sowie standort-
und zeitgerechte Bodenbearbeitung. Förderung der Ansiedlung
von Nützlingen durch Anlage von Hecken, Nestern und Feuchtbiotopen.
Verbot jeglicher chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel. |
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"Beikrautregulierung"
durch vorbeugende, mechanische oder thermische Methoden. Chemisch-synthetische
Herbizide sind verboten. |
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Für Gemüse-
und Obstanbau gelten weitere besondere Richtlinien, die
zusammen mit den detallierten allgemeinen Richtlinien für
den Pflanzenanbau unter www.bioland.de
nachzulesen sind. |
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