Donnerstag, 5. Dezember 2019

Studentenwerk Oldenburg legt Jahresbericht 2018/19 vor.

Das Studentenwerk Oldenburg, das Studierende in Oldenburg, Emden, Wilhelmshaven und Elsfleth versorgt, hat jüngst seinen vollständig überarbeiteten Geschäftsbericht vorgelegt. Kurzweilig aufbereitet präsentiert er alle wichtigen Zahlen und gibt in Reportagen Einblicke in die vielfältigen Arbeitsbereiche. Sorgen bereitet dem Studentenwerk indes, dass die Finanzierung seiner Arbeit immer mehr zu Lasten der Studierenden geht.

Das Studentenwerk Oldenburg stellt die Rahmenbedingungen für ein gelingendes Studium für über 27.000 Studierende im Nordwesten bereit. An der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, der Hochschule Emden/Leer und der Jade Hochschule mit ihren drei Studienorten Wilhelmshaven, Oldenburg und Elsfleth betreibt es Mensen und Cafeterien, Wohnanlagen und Kitas und bearbeitet die BAföG-Anträge. Mit spezialisierten Beratungseinrichtungen bietet es außerdem gerade für Studierende in schwierigen Situation wichtige Unterstützung.

Diese Leistungen des Studentenwerks finanzieren die Studierenden zum größten Teil selbst: Einerseits durch sogenannte Leistungsentgelte wie Essenspreise und Mieten, andererseits durch den Semesterbeitrag, der von allen Immatrikulierten zu entrichten ist. Das Land Niedersachsen beteiligt sich an der Finanzierung des Studentenwerks durch einen Haushaltszuschuss, die so genannte Finanzhilfe. Dieser Betrag wurde allerdings seit sechs Jahren nicht erhöht. „Im gleichen Zeitraum sind die Kosten aber stark gestiegen, allein durch Tarifsteigerungen im Personalbereich um bis zu 20 Prozent“, verdeutlicht Geschäftsführer Ted Thurner die Problematik. Auch Energie und der Wareneinkauf haben sich spürbar verteuert.

Einseitige Belastung der Studierenden vermeiden

„Wir haben in den letzten Jahren solide gewirtschaftet und stehen deshalb aktuell noch gut da. Jetzt stoßen wir bei den Einnahmen aber an eine Grenze: In den Mensen sind unsere Kapazitäten ausgereizt, mehr vermieten können wir auch nicht“, so Thurner.  Zumal es eines der wichtigsten Ziele des Studentenwerks ist, seine Leistungen zu sozialen Preisen anzubieten.

Damit das Studentenwerk die Studierenden im Nordwesten auch künftig tatkräftig unterstützen kann, muss sich das Land Niedersachsen finanziell dringend wieder stärker engagieren. Das haben die niedersächsischen Studierenden erst Ende Oktober an einem landesweiten Aktionstag gemeinsam mit den Studentenwerken gefordert. „Wenn die Finanzhilfe nicht spürbar steigt, sind Mehrbelastungen für die Studierenden nicht zu vermeiden“, betont Ted Thurner.

Hinzu komme, so der Geschäftsführer, dass in den nächsten Jahren in einigen Wohnanlagen aufwendige Sanierungen anstehen. „In der aktuellen Lage auf dem Wohnungsmarkt ist es unverzichtbar, diesen preiswerten Wohnraum zu erhalten. Aus eigenen Mitteln oder rein auf Kredit sind die notwendigen Maßnahmen aber nicht zu finanzieren. Ohne Unterstützung des Landes müssten die Mieten deutlich steigen.“ Die niedersächsischen Studierenden und die Studentenwerke fordern deshalb von der Landesregierung ein Programm zur Wohnheimsanierung.

Einblick in vielfältige Arbeitsbereiche

Der Geschäftsbericht des Studentenwerks gewährt nach seiner Neukonzeption Einblicke in die ganz unterschiedlichen Arbeitsbereiche. So macht eine Reportage deutlich, welche besonderen Herausforderungen die Vermittlung von Wohnraum an internationale Studierende bereithält; eine andere vermittelt einen Eindruck vom Alltag in einer der Kitas des Studentenwerks. Aktuelle Zahlen zum Geschäftsjahr, aufbereitet in übersichtlichen Grafiken, runden den Bericht ab. Für alle Interessierten steht er auf der Website des Studentenwerks (www.studentenwerk-oldenburg.de) auch zum Download bereit.

 

Studentenwerk Oldenburg auf einen Blick

  • sechs Mensen, drei Cafeterien, vier CaféBars
  • 15 Wohnanlagen und -häuser mit insgesamt 2.198 Plätzen
  • fünf Kinderbetreuungseinrichtungen mit insgesamt 361 Plätzen
  • drei Psychologische Beratungs-Services
  • eine Sozialberatung, eine Behindertenberatung und eine Studienfinanzierungsberatung
  • der Kulturbereich „unikum“ mit dem Kulturbüro und dem studentischen „Oldenburger Universitäts Theater“ OUT
  • die Abteilung für Ausbildungsförderung (BAföG-Amt)
  • 307 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
     
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