Macht und Ohnmacht

Jeder Mensch hat in allen Lebenslagen weniger Angst, wenn er das Gefühl der Selbstwirksamkeit hat. D.h. wenn er sich nicht ohnmächtig fühlt, sondern etwas tun kann, handlungsfähig ist und dadurch einen Sachverhalt beeinflussen kann. Wenn sich eine Person gedanklich zu viel in Vergangenheit und Zukunft aufhält, verstärkt sie ihr Gefühl der Ohnmacht, da die Vergangenheit passé und nicht mehr beeinflussbar und die Zukunft allen Plänen zum Trotz nicht mess- und berechenbar ist.  

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Es ist uns allen eigen, dass wir Gegenwart und Zukunft auf dem Hintergrund unserer Erfahrungen in der Vergangenheit interpretieren.

Unser Gehirn hat all unsere Erfahrungen mit den dazugehörenden Gefühlen, Gedanken und Bewältigungsmechanismen abgespeichert. Der weitaus größte Teil davon ist uns nicht bewusst, aber trotzdem wirksam. So sehen wir auch unsere Zukunft ausschließlich auf der Grundlage dieser Abspeicherungen. Erlebten wir viel Unsicherheit und Angst in der Vergangenheit werden wir ein unsicherer und ängstlicher Typ Mensch in der Gegenwart sein und mit Unsicherheit und Angst der Zukunft ins Auge blicken. Das klingt sehr simpel, ist aber ein hoch komplexer neurophysiologischer, körperlich-seelisch-geistiger Vorgang. Deshalb beschäftigt sich die Psychotherapie damit, die Erfahrungen der Vergangenheit mit Distanz zu betrachten, in einem neuen Licht zu sehen und anders als bisher zu integrieren. Damit sind wir in der Lage, die Gegenwart anders zu gestalten als es bisher unbewusst stattfand. Natürlich hat dies auch Einfluss auf die Zukunft.

Der einzig gestaltbare Raum ist das JETZT! 

     
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