„Sie/er ist ganz außer sich!“ sagt man, wenn ein Mensch, durch welchen Anreiz auch immer völlig „aufgelöst“ erscheint, nicht mehr „vernünftig“ reagiert.  Wir sprachen in den vorherigen Kapiteln bereits über die Macht der Bilder auf unser Körper-Seele-Geist-System. Auch Gesten, Worte, Musik, Gerüche, Blicke…. alle von außen auf uns einwirkenden Trigger lösen etwas in uns aus.

Sie fallen auf die im limbischen System des Gehirns abgespeicherten Erfahrungsinhalte unserer Vergangenheit und lösen un-will-kürlich alte Reaktionsmuster aus. Ein Alltagsbeispiel sind z.B. Wutausbrüche im Straßenverkehr, wenn uns jemand die Vorfahrt nimmt und dies auf das alte Gefühl „eh nie gesehen zu werden“ fällt. Oder schlechte Laune und Grübeln, wenn der Nachbar nicht grüßte, weil dies Geschehen auf unseren alten Glaubenssatz fällt, „nicht liebenswert“ zu sein.  Gedanken, Gefühle, Körperchemie und Verhalten bedingen sich gegenseitig. Psychotherapie und Meditation können diesen Kreislauf beeinflussen, indem man wieder zu sich kommt, statt außer sich zu sein.

GongDazu heute eine ZENTRIERUNGSÜBUNG:

  • Sie sitzen auf dem Boden, einem Kissen, Hocker oder Stuhl. (siehe auch unter „Sitz“)
  • Sie atmen einige Atemzüge tief aus. (siehe auch unter Bauchatmung)
  • Sie stellen sich vor, wie aus Ihrem Wurzelchakra, das am Damm Ihres Körpers lokalisiert wird, eine Wurzel in die Erde wächst. Weiter und weiter, bis sie vor Ihrem inneren Auge in der Mitte der Erde angekommen ist. Bei jedem Einatmen stellen Sie sich vor, dass sie Energie aus der Erde in Ihren Körper ziehen, die sich dort nährend verteilt. Das machen Sie einige Atemzüge lang.
  • Dann stellen Sie sich vor, wie aus Ihrem Scheitelchakra, etwa da, wo Ihre Fontanelle in der Mitte des Kopfes ist, eine feine silberne Schnur nach oben, durch die Wolken ins Unendliche wächst und sie mit einigen Atemzügen Sonnenenergie in Ihrem Körper verteilen.
  • Und nun atmen Sie tief und gleichmäßig und stellen sich vor, dass Erdenergie und Sonnenenergie jedes Mal in Ihren Körper gesogen und dort bis in die letzte Zelle verteilt werden.

Tun Sie dies so lange, wie Sie Zeit haben und sich damit gut fühlen. Sie verbinden hier das Prinzip der Gedankenlenkung, mit der Kraft des Atmens und den positiven Effekten der Visualisierung (siehe auch die Kraft der Bilder). Je öfter Sie dies üben, desto intensiver und rascher stellen sich Effekte ein.

All dies soll letztendlich dazu führen, dass wir unsere Persönlichkeit verändern lernen und selbstbestimmt sind.

     
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