Wer sich schätzt, schützt sich und andere

  • vor Infektion
  • vor Diskriminierung

AIDS-HilfeDas Thema AIDS ist nicht vom Tisch.

Nachdem in den 80iger Jahren nach der Entdeckung der Krankheit eine Präventionswelle das Land erfasste, ist das Thema seit langem aus den Medien verschwunden. Nicht so jedoch das Problem. Im Gegenteil: Die Infektionszahlen steigen rasant. Seit der Zahlenerfassung im Jahr 1993 wurden in Deutschland 71.209 HIV-Positive getestet. 12.824 Menschen sind an AIDS verstorben. Den höchsten Prozentsatz machen die unter 30-Jährigen aus. (Stand Juli 2004, Robert-Koch-Institut, Berlin)  

Es ist ein fataler Irrtum, wenn man sich vor Aids geschützt sieht, weil man nicht einer der sogenannten Risikogruppen (Homosexuelle und DrogenbenutzerInnen) angehört. Auch unter der heterosexuellen Bevölkerung steigt die Anzahl der Neuinfektionen. Für alle sexuell aktiven Menschen ist Safer Sex nach wie vor der beste Schutz vor einer Infektion mit dem Virus! Darunter versteht man Sexualpraktiken, die die Übertragungswege (Sperma und Blut) weitestgehend ausschließen. An erster Stelle steht die Verwendung von Kondomen!

Ein HIV-Test ist kein Schutz vor Ansteckung.
Es gilt zu bedenken, dass das Virus erst 12 Wochen nach der Ansteckung im Blut nachgewiesen werden kann.
Da parallel zur HIV-Infektion zur Zeit auch die Zahl der Syphiliserkrankungen steigt, ist davon auszugehen, dass die Benutzung von Kondomen in nicht ausreichendem Maß stattfindet.

Warum?
Bequemlichkeit, Fatalismus, Risikofreude, Überdruss, Angst vor Ablehnung, Unwissenheit, Scham?
Nach wie vor werden vom Virus oder der Krankheit betroffene Menschen durch „Berührungsängste“ diskriminiert. Das muss nicht sein! Ein normaler alltäglicher Umgang bei der Arbeit, im Studium, in gemeinsamen Wohnungen etc. ist völlig ungefährlich.

Weitere Infos:

05_runteRund ums Thema gibt es viele Fragen, persönliche Einstellungen und Ängste.
Der Psychologische Beratungs-Service bietet sich auch in diesen Fällen als Ansprechpartner an.
Fragen Sie im Sekretariat (3. Stock im SSC, Tel. 798-4400) nach einem Termin bei Gisela Runte.

Oder lassen Sie sich bei der AIDS-HILFE (Tel. 0441/19411) oder im Gesundheitsamt (Tel. 0441/235-8619) beraten.

     
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