Das Studentenwerk Oldenburg verarbeitet in seinen Mensen und Cafeterien seit 1997 Rind- und Schweinefleisch ausschließlich aus artgerechter Tierhaltung. Seit Anfang 2011 wird zudem auch wieder regelmäßig Huhnfleisch aus artgerechter Haltung angeboten. Artgerechte Tierhaltung beruht auf dem Grundsatz, dass Nutztiere ihre arttypischen Verhaltensweisen ausleben können und durch die Haltung keinen gesundheitlichen Schaden nehmen.

Tiergerechte Haltung ist nicht notwendigerweise gleichzusetzen mit ökologischer Tierhaltung. Wir orientieren uns an den Richtlinien des "Neuland"-Verbandes, nach denen die Tiere kein ökologisch erzeugtes Futter bekommen. Der Schwerpunkt bei dieser Form der Haltung liegt in Richtlinien für Auslauf, Art und Größe der Ställe, tiermedizinischer Behandlung oder dem Ausschluss gentechnischer Verfahren.

In der tiergerechten Haltung wird außerdem angestrebt, dass die Tiere auf einem Hof eine ihrer Art gemäße Sozialstruktur aufbauen können. Dazu gehört etwa, die Zahl der Tiere nach oben zu begrenzen oder auch Mutter- und Jungtiere nicht zu früh voneinander zu trennen. Ferner muss die Zahl der Tiere natürlich dem zur Verfügung stehenden Weideland angepasst werden.

Allen Tierarten steht eine festgelegte Auslauffläche zu, dauerhafte Anbindung etwa von Rindern oder Schafen ist ebenso verboten wie Käfighaltung von Geflügel.

Auszug aus den Richtlinien des "Neuland"-Verbandes für die artgerechte Haltung von Schweinen*:

Haltung und Fütterung

  • maximal 650 Mastplätze als Bestandsobergrenze in der Schweinemast
  • getrennte Fress-, Bewegungs- und Ruhebereiche;
  • genug Platz für artgemäße Körperbewegung ständig zugänglicher und befestigter Auslauf
  • Einsatz von Pestiziden in der Grünland- und Ackernutzung verboten
  • Gewährleistung von Sozialkontakten durch Gruppenhaltung
  • ausreichend Tageslicht und Belüftung
  • trockene, bodendeckende Einstreu, z.B. Stroh;
  • Haltung auf Spaltenböden nicht erlaubt
  • Scheuer- und Suhlmöglichkeiten sowie Stroh zum artgerechten Beißen, Kauen und Spielen müssen vorhanden sein
  • ausschließlich heimische Futtermittel;
  • Wachstums- und Leistungsförderer, Tierkörper- oder Knochenmehle oder gar Tierexkremente sind streng verboten
  • verboten ist auch der Einsatz von gentechnisch veränderten Futtermitteln oder Zusatzstoffen
  • im Krankheitsfall Behandlung auf Anweisung eines Tierarztes, vorzugsweise mit Naturheilverfahren
  • keine präventive Behandlung oder Verabreichung von Hormonen oder Beruhigungsmitteln
Transport und Schlachtung
  • unnötiger Stress und Leiden der Tiere ist zu vermeiden
  • Transport zum nächstgelegenen geeigneten Schlachthof vorgeschrieben
  • maximal 4 Stunden Transportdauer
  • elektrische Treibstöcke oder Schlaggegenstände sind verboten
  • Verabreichung von Medikamenten oder Beruhigungsmitteln vor und während des Transports verboten
  • mindestens 2 Stunden Ausruhzeit vor dem Schlachten
  • ausreichend tiefe und anhaltende Betäubung, um Schmerzen und Leiden der Tiere bei der Schlachtung auszuschließen

* Die Schweinehaltung wurde als Beispiel gewählt, weil in den Mensen des Studentenwerks am meisten Schweinefleisch verarbeitet wird.

Das Studentenwerk Oldenburg verarbeitet in seinen Mensen und Cafeterien seit 1997 Rind- und Schweinefleisch ausschließlich aus artgerechter Tierhaltung. Seit Anfang 2011 wird zudem auch wieder regelmäßig Huhnfleisch aus artgerechter Haltung angeboten. Artgerechte Tierhaltung beruht auf dem Grundsatz, dass Nutztiere ihre arttypischen Verhaltensweisen ausleben können und durch die Haltung keinen gesundheitlichen Schaden nehmen.

Tiergerechte Haltung ist nicht notwendigerweise gleichzusetzen mit ökologischer Tierhaltung. Wir orientieren uns an den Richtlinien des "Neuland"-Verbandes, nach denen die Tiere kein ökologisch erzeugtes Futter bekommen. Der Schwerpunkt bei dieser Form der Haltung liegt in Richtlinien für Auslauf, Art und Größe der Ställe, tiermedizinischer Behandlung oder dem Ausschluss gentechnischer Verfahren.

In der tiergerechten Haltung wird außerdem angestrebt, dass die Tiere auf einem Hof eine ihrer Art gemäße Sozialstruktur aufbauen können. Dazu gehört etwa, die Zahl der Tiere nach oben zu begrenzen oder auch Mutter- und Jungtiere nicht zu früh voneinander zu trennen. Ferner muss die Zahl der Tiere natürlich dem zur Verfügung stehenden Weideland angepasst werden.

Allen Tierarten steht eine festgelegte Auslauffläche zu, dauerhafte Anbindung etwa von Rindern oder Schafen ist ebenso verboten wie Käfighaltung von Geflügel.

Auszug aus den Richtlinien des "Neuland"-Verbandes für die artgerechte Haltung von Schweinen*:

Haltung und Fütterung

  • maximal 650 Mastplätze als Bestandsobergrenze in der Schweinemast
  • getrennte Fress-, Bewegungs- und Ruhebereiche;
  • genug Platz für artgemäße Körperbewegung ständig zugänglicher und befestigter Auslauf
  • Einsatz von Pestiziden in der Grünland- und Ackernutzung verboten
  • Gewährleistung von Sozialkontakten durch Gruppenhaltung
  • ausreichend Tageslicht und Belüftung
  • trockene, bodendeckende Einstreu, z.B. Stroh;
  • Haltung auf Spaltenböden nicht erlaubt
  • Scheuer- und Suhlmöglichkeiten sowie Stroh zum artgerechten Beißen, Kauen und Spielen müssen vorhanden sein
  • ausschließlich heimische Futtermittel;
  • Wachstums- und Leistungsförderer, Tierkörper- oder Knochenmehle oder gar Tierexkremente sind streng verboten
  • verboten ist auch der Einsatz von gentechnisch veränderten Futtermitteln oder Zusatzstoffen
  • im Krankheitsfall Behandlung auf Anweisung eines Tierarztes, vorzugsweise mit Naturheilverfahren
  • keine präventive Behandlung oder Verabreichung von Hormonen oder Beruhigungsmitteln
Transport und Schlachtung
  • unnötiger Stress und Leiden der Tiere ist zu vermeiden
  • Transport zum nächstgelegenen geeigneten Schlachthof vorgeschrieben
  • maximal 4 Stunden Transportdauer
  • elektrische Treibstöcke oder Schlaggegenstände sind verboten
  • Verabreichung von Medikamenten oder Beruhigungsmitteln vor und während des Transports verboten
  • mindestens 2 Stunden Ausruhzeit vor dem Schlachten
  • ausreichend tiefe und anhaltende Betäubung, um Schmerzen und Leiden der Tiere bei der Schlachtung auszuschließen

* Die Schweinehaltung wurde als Beispiel gewählt, weil in den Mensen des Studentenwerks am meisten Schweinefleisch verarbeitet wird.

Neuland-Huhn

Hähnchenkeulen nur noch aus artgerechter Haltung

Das Studentenwerk Oldenburg geht in seinen insgesamt sechs Mensen einen weiteren wichtigen Schritt zu mehr Nachhaltigkeit: Seit März 2012 werden Hähnchenkeulen überall ausschließlich aus artgerechter Neuland-Haltung bezogen.
„Dieser Entscheidung gingen Jahre der Vorbereitung voraus“, erläutert Johannes Hemmen, Leiter der Hochschulgastronomie des Studentenwerks. War es noch vor rund zehn Jahren gar nicht so einfach, überhaupt die geforderte Menge an Hähnchenfleisch aus artgerechter Haltung von den Betrieben zu beziehen, hat sich die Situation für bestimmte Hähnchenprodukte inzwischen deutlich geändert.
Auch war die Akzeptanz unter den Gästen während einer rund einjährigen Erprobungsphase 2002 noch recht gering: „Seinerzeit waren die meisten Gäste wohl noch nicht bereit, für Neuland-Hähnchen tiefer in die Tasche zu greifen“, berichtet Hemmen.

Mensagäste mit Sinneswandel

Doch vermutlich durch das allgemein geschärfte Bewusstsein der Verbraucher über die Produktion und Herkunft von Lebensmitteln habe sich auch das Essverhalten der Mensagäste gewandelt. „Als wir 2011 wieder regelmäßig Neuland-Hähnchen ins Programm genommen haben, konnten wir am Ende des Jahres feststellen, dass über die Hälfte der insgesamt verkauften Hähnchenkeulen aus artgerechter Haltung stammten“, freut sich Hemmen. „Und das trotz des Preisunterschiedes von 1,60 bis 1,80 € pro Portion.“
Das hat das Studentenwerk dazu bewogen, Keulen jetzt ausschließlich aus artgerechter Haltung anzubieten. Dies gilt auch für weitere Hähnchenprodukte wie Frikadellen, Geflügelbratwurst und Hähnchenflügel. „Hähnchenschnitzel kaufen wir je nach Verfügbarkeit aus artgerechter Haltung dazu“, erläutert Hemmen. „Hier kann aufgrund von Liefermodalitäten derzeit noch nicht komplett umgestellt werden.“

Transparente Herkunft

 Transparenz bei den Lieferanten

Das Studentenwerk Oldenburg bezieht das Fleisch aus artgerechter Tierhaltung vom Neuland-Erzeugerverband West. Eine Übersicht über alle Zucht- und Mastbetriebe sowie über die Schlachthöfe, die diesem Verband angehören, können Sie pdf pdf hier (126 KB) herunterladen.

Wir können an jedem Tag nachverfolgen, von welchem Hof das angebotene Fleisch jeweils stammt. Sollten Sie hierzu Nachfragen haben, wenden Sie sich gern über die nebenstehende Telefonnummer oder die E-Mailadresse an die Abteilung Hochschulgastronomie des Studentenwerks.

Um den Gästen in unseren Mensen größtmögliche Sicherheit geben zu können, dass das angebotene Fleisch und die tierischen Produkte tatsächlich von artgerecht gehaltenen Tieren stammen, führen MitarbeiterInnen der Abteilung Hochschulgastronomie und Mensa-LeiterInnen in regelmäßigen Abständen Betriebsbesichtigungen, sowohl auf den Höfen als auch in den Schlachthöfen, durch.

     
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