Das "Kabuff" - der Raum ganz am Ende der Cafeteria Uhlhornsweg - ist seit heute ein echtes Schmuckstück: Handgetischlerte Möbel aus alten Euro-Paletten und von Studierenden gemachte Wanddeko bilden den perfekten Rahmen für eine gemütliche Kaffeepause.

Möglich gemacht hat die Ausstattung des Raums eine Kooperation mit der Jugendhilfe Wesermarsch e.V.: Wenn junge Menschen strafrechtlich auffällig werden, ordnen Jugendgerichte häufig Sozialstunden an. In Nordenham können diese zum Beispiel durch Angebote der Jugendhilfe Wesermarsch e. V. abgeleistet werden. Der Verein richtet verschiedene Angebote an die am Jugendgerichtsverfahren beteiligten Institutionen und schafft dadurch Möglichkeiten, auf Straftaten junger Menschen mit sozialpädagogischen Mitteln anstelle von freiheitsentziehenden Maßnahmen zu reagieren.
In den vergangenen Wochen haben die vom Verein betreuten Jugendlichen zusammen mit den Standortleitungen Christian Quast (Nordenham) und Michael Frey (Brake) und ihren Teams also aus alten Paletten Möbel gezimmert: Stehtische, Couchtische, ein Beistelltisch und vier Wandregale sind in wochenlanger, engagierter Arbeit der Jugendlichen entstanden.

Handwerkliche Arbeit ebnet den Weg in die Gesellschaft

„Die Jungs erwerben beim handwerklichen Arbeiten verschiedene Fähigkeiten, die zentral für ihre Zukunft in der Gesellschaft sind“, erklärt Standortleiter Christian Quast den sozialpädagogischen Ansatz: „Sie lernen, in einer Gruppe ein gemeinsames Ziel zu verfolgen, Konflikte und aufkommende Schwierigkeiten zu lösen und Verantwortung für ihre Arbeit zu übernehmen. Indem sie Anerkennung für das bekommen, was sie selbst geschaffen haben, wird auf gesunde Art und Weise ihr Selbstbewusstsein gestärkt.“

Upcycling: Möbel statt Müll

Die Paletten standen zuvor ausrangiert im Lager der Mensa Uhlhornsweg. Anstatt in den Sperrmüll zu wandern, wurden sie von den Jugendlichen umgebaut und durch Schleifen, Flämmen und Lackieren zu einzigartigen Möbelstücken mit Vintage-Charme gemacht.
Der Geschäftsführer des Studentenwerks, Ted Thurner, bewertet die Kooperation mit der Jugendhilfe Jugendhilfe Wesermarsch e. V. durchweg positiv: „Wir freuen uns, dass wir mit dem Projekt die Arbeit des Vereins und damit die Jugendlichen unterstützen können. Das Ergebnis ist großartig und wir hoffen, dass die Studierenden sich in dem neu gestalteten Raum sehr wohl fühlen werden.“

Wandgestaltung von Studierenden

Einige Studierende haben auch selbst dazu beigetragen, dass der Raum so aussieht, wie er ihnen gefällt: In den vergangenen Wochen hingen Tapetenrollen an den Wänden, auf denen sie sich mit Zeichnungen, Sprüchen und Scribbles verewigen konnten. Die schönsten Exemplare wurden eingerahmt und bilden nun die passende einzigartige Deko zu den Möbel-Unikaten.

Büchertauschregal

Sofaecke

Tresen

Die Möbel werden begutachtet von Doris Senf (Abteilungsleiterin Hochschulgastronomie des Studentenwerks), Christian Quast (Standortleiter der Jugendhilfe in Nordenham), Andreas Gorges (Fachpraxisleiter der Jugendhilfe), Stefan (Teilnehmer der ambulanten Maßnahme) und Ted Thurner (Geschäftsführer des Studentenwerks) (v.l.n.r.)

     
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