Donnerstag, 18. August 2016

Studentenwerk und AStA veröffentlichen Ergebnisse

Im Wintersemester 2015/16 wandten sich das Studentenwerk Oldenburg und der AStA der Carl von Ossietzky Universität an „ihre“ Studierenden. Gemeinsam wollten beide herausfinden, wie Oldenburger Studierende wohnen – und wie sie gerne wohnen möchten. Die Ergebnisse liegen nun vor.

An der Umfrage beteiligten sich insgesamt knapp 1000 Studierende, das entspricht ca. sieben Prozent der Oldenburger Studierendenschaft. In einem ersten Teil wurden zunächst allgemeine Fragen zu den Wohnwünschen und der Situation der Studierenden gestellt, der zweite Teil richtete sich dann ausschließlich an die BewohnerInnen der neun Oldenburger Wohnanlagen des Studentenwerks.

So nutzte das Studentenwerk die Umfrage, um gezielt die Zufriedenheit seiner Bewohner in Erfahrung zu bringen. Fast ein Viertel (24 %) der MieterInnen beteiligte sich an der Umfrage, so dass hier ein sehr aussagekräftiges Meinungsbild entstanden ist. „Das Feedback von den Studierenden war insgesamt sehr positiv“, berichtet Geschäftsführer Ted Thurner. „Die durchschnittliche Zufriedenheit der Mieterinnen und Mieter mit ihrer jeweiligen Wohnanlage liegt bei 2,1 auf einer Skala von 1 (sehr zufrieden) bis 5 (sehr unzufrieden). Das ist ein wirklich erfreuliches Ergebnis und bestätigt unsere Arbeit.“

Was spricht für das Studentenwohnheim?

Wichtig für das Studentenwerk war auch, zu erfahren, weshalb die Studierenden sich für das Studentenwohnheim entschieden haben. Wenig überraschend, dass hier die günstige Miete auf dem ersten Platz landete. Doch auch die Art, wie sich die Miete zusammensetzt, ist ein wichtiger Faktor: Am zweithäufigsten wurde die verlässliche Gesamtmiete genannt, die alle Nebenkosten umfasst. Ebenso wichtig ist den Studierenden außerdem die hochschulnahe Lage der Wohnheime. „Diese Rückmeldung gibt uns wichtige Hinweise, worauf wir bei der Weiterentwicklung unseres Angebots besonders achten sollten“, betont Geschäftsführer Thurner.

Insgesamt gutes Zeugnis und schnelle Reaktion auf Kritik

Die Mieterinnen und Mieter wurden außerdem gebeten, einzelne Aspekte ihrer Wohnsituation zu bewerten, etwa die Ausstattung der Zimmer, die Sauberkeit der Außenbereiche oder auch die Verfügbarkeit von Parkplätzen. „So erhalten wir ein umfassendes Stimmungsbild und erfahren, in welchen Bereichen es gut läuft und an welchen Stellen, zum Teil auch nur in einzelnen Wohnanlagen, wir nachbessern müssen“, meint Thurner.
Während die Bewertung der meisten Aspekte positiv ausfiel, war die Beurteilung der Internetverbindung nicht zufriedenstellend. Als Reaktion hat das Studentenwerk bereits Verbesserungen umgesetzt. So wurde die Bandbreite erhöht und das Zugangsverfahren einfacher gestaltet. Möglichst bald soll außerdem in allen Wohnanlagen W-LAN zur Verfügung stehen. Auch der AStA begrüßt diese Maßnahmen: „Für Studierende ist ein zuverlässiger Internetzugang heutzutage eine Grundvoraussetzung. Wir freuen uns über die schnelle Reaktion des Studentenwerks auf diese Probleme“, sagt AStA-Sprecherin Vanessa Puzio.

WG bleibt beliebteste Wohnform

Gut jeder dritte Befragte gab an, am liebsten in einer WG wohnen zu wollen. Die Referentin für Wohnen, Sara Rihl, fühlt sich deshalb in ihrer Annahme bestätigt, dass Studierende miteinander statt nebeneinander leben wollen. „Studieren heißt für mich nicht nur im dunklen Kämmerchen Texte zu wälzen, sondern auch im Austausch mit anderen Studierenden zu stehen. Außerdem führt ein Leben in einer WG nicht nur immer wieder zu spannenden Diskussionen und Erfahrungen im sozialen Umgang, sondern ist auch meist günstiger, was nach dem Ergebnis der Studie ein nicht zu unterschätzender Faktor ist.“

AStA fordert bessere finanzielle Ausstattung der Studentenwerke

AStA-Sprecherin Katharina Humbert betont die Wichtigkeit der Angebote des Studentenwerks: „Viele Studierende verfügen über ein geringes Budget und sind deshalb auf die günstigen Wohnangebote des Studentenwerks angewiesen. Wir als AStA würden uns eine bessere finanzielle Ausstattung der Studentenwerke in Niedersachsen durch das Land wünschen. Wohnen darf kein Luxus sein!“

Weitere ausgewählte Ergebnisse:

  • Miete: Über die Hälfte der Befragten gibt an, zwischen 200 und 300 Euro pro Monat zahlen zu können. Ein weiteres Viertel kann bis zu 400 Euro für die Warmmiete investieren. Für 13 % liegt die Schmerzgrenze bereits bei 200 Euro.
  • Wohnform: Die beliebteste Wohnform unter Studierenden ist die WG: Für 34 % der Befragten ist sie die gewünschte Wohnform, gefolgt von einer allein genutzten Wohnung (27 %). 19 % möchten am liebsten mit ihrem Partner/ihrer Partnerin wohnen, und für 15 % ist das Studentenwohnheim die Traum-Wohnform. Allerdings: Unter den Studierenden, die bereits im Studentenwohnheim leben, sagen ganze 40 %, dass dies auch ihre bevorzugte Wohnform ist.
  • Lage: Studierende möchten in der Nähe der Universität leben: Knapp die Hälfte wünscht sich eine Wohnung, die nicht weiter als drei Kilometer von der Hochschule entfernt ist, 42 % würden einen Weg von bis zu sechs Kilometern auf sich nehmen. 39 % benötigen einen Parkplatz in der Nähe der Wohnung.

Die wichtigsten Resultate der Umfrage können sich Studierende und alle anderen Interessierten hier herunterladen: pdf Ergebnisdokumentation: Umfrage zum stud. Wohnen in Oldenburg (1.03 MB)
Das Dokument steht ebenfalls unter www.asta-oldenburg.de bereit.

     
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