Dienstag, 17. April 2018

Eine gelungene Kooperation: Jugendhilfe Wesermarsch e. V. und Studentenwerk Oldenburg verwandeln Müll in Möbel.

Strafrechtlich auffällige Jugendliche, ausrangierte Euro-Paletten und die Terrasse der Mensa des Studentenwerks in Elsfleth. Das sind Schlagworte, die auf den ersten Blick schwerlich in Einklang zu bringen sind. Aber wie so oft zählt am Ende das Ergebnis und das ist für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation. Strafrechtlich auffällige Jugendliche, ausrangierte Euro-Paletten und die Terrasse der Mensa des Studentenwerks in Elsfleth. Das sind Schlagworte, die auf den ersten Blick schwerlich in Einklang zu bringen sind. Aber wie so oft zählt am Ende das Ergebnis und das ist für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation.

Wenn junge Menschen strafrechtlich auffällig werden, ordnen Jugendgerichte häufig Sozialstunden an. In Nordenham und Brake können diese zum Beispiel durch Angebote und Kooperationsprojekte der Jugendhilfe Wesermarsch e. V. abgeleistet werden. Wenn junge Menschen strafrechtlich auffällig werden, ordnen Jugendgerichte häufig Sozialstunden an. In Nordenham und Brake können diese zum Beispiel durch Angebote und Kooperationsprojekte der Jugendhilfe Wesermarsch e. V. abgeleistet werden. So bearbeiteten sechs Jugendliche seit Februar alte Euro-Paletten, um daraus angesagte Terrassenmöbel im Used-Look zu zaubern. Mit der heutigen Übergabe der Möbel endet das Projekt und die direkt an der Hunte gelegene Terrasse erstrahlt in neuem Glanz. Vom Ergebnis zeigt sich Mensaleiterin Nicole Willms begeistert: „Die Möbel sind als nachhaltiges Projekt absolut zeitgemäß. Und sie sind einfach schön anzusehen und passen perfekt zu unseren studentischen Gästen.“

Sinnvolle Projekte sind für die Jugendhilfe Gold wert

Ein Lob, dass die Jugendlichen gerne annehmen, wie Michael Frey, Standortleiter der Jugendhilfe in Brake, weiß: „Anerkennung für eine Arbeit zu erhalten, die der Gesellschaft nützt, ist etwas ganz anderes als die Form der Anerkennung, die die Jungs aus ihren Cliquen kennen. Diese Wertschätzung resultiert nämlich nicht, wie gewohnt, aus Druck oder um sich zu profilieren, sondern wächst aus der erlebnis-​orientierten Arbeit bei uns in der Jugendhilfe. So wird auf gesunde Art und Weise ihr Selbstbewusstsein gestärkt.“ 

Aber nicht nur die Jugendlichen profitieren von solchen Kooperationsprojekten, wie Christian Quast, Standortleiter der Jugendhilfe in Nordenham, weiter erklärt: „Als Verein sind wir dankbar für die erneute Kooperation mit dem Studentenwerk. Die Projekte bringen nicht nur Abwechslung in unsere Arbeit, wir nehmen auch noch Geld ein, das der Verein dringend braucht.“ Bereits 2016 arbeiteten Studentenwerk und Jugendhilfe Wesermarsch e.V. zusammen: Damals wurde ein Teil der Cafeteria auf dem Uni-Campus in Oldenburg neu gestaltet.

Upcycling: Möbel statt Müll

Die Paletten, aus denen Tische und Sitzbänke gezaubert wurden, standen zuvor ausrangiert im Lager der Mensa Uhlhornsweg in Oldenburg. Anstatt in den Sperrmüll zu wandern, wurden sie von den Jugendlichen umgebaut und durch Schleifen, Flämmen und Lackieren zu einzigartigen Möbelstücken gemacht. Angeleitet wurden sie dabei von den Fachpraxisleitern Olaf Hölschen-Kappmeier (Brake) und Michael Lange (Nordenham).

Die Leiterin der Hochschulgastronomie des Studentenwerks Oldenburg, Doris Senf, bewertet die Kooperation mit der Jugendhilfe Wesermarsch e. V. durchweg positiv: „Wir freuen uns, dass wir mit dem Projekt die Arbeit des Vereins und damit die Jugendlichen unterstützen können. Das Ergebnis ist großartig und wir hoffen, dass die Studierenden ebenso begeistert sein werden, wie wir es sind.“

     
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