Montag, 12. November 2018

Studentenwerk Oldenburg legt Jahresbericht 2017/18 vor

Das Studentenwerk Oldenburg, das Studierende in Oldenburg, Emden, Wilhelmshaven und Elsfleth versorgt, hat nun seinen Geschäftsbericht vorgelegt. Die aktuellen Zahlen zeigen unter anderem: Beim BAföG muss endlich etwas passieren.

Trotz steigender Studierendenzahlen gab es im zurückliegenden Jahr weniger BAföG-Empfänger. Damit setzt sich ein jahrelanger, bundesweiter Trend fort. Im Bereich des Studentenwerks Oldenburg erhielten 2017 genau 5.571 Studierende die Ausbildungsförderung. Noch vor fünf Jahren gab es über 6.200 BAföG-Empfänger – bei deutlich weniger Studierenden! Die Quote sank damit von 28% im Jahr 2012 auf lediglich 20,5% 2017: Nur noch jeder Fünfte erhält BAföG.

„Das BAföG greift immer weniger“, unterstreicht Ted Thurner, Geschäftsführer des Studentenwerks. „Es braucht nun endlich eine inhaltliche Verbesserung, die langfristig dafür sorgt, dass das BAföG seine Aufgabe, möglichst vielen Menschen ein Studium zu ermöglichen, auch erfüllen kann“, so Thurner.

Zugleich muss das Antragsverfahren im 21. Jahrhundert ankommen: Seitenlange Papieranträge, die per Post verschickt werden müssen, passen einfach nicht zur studentischen Lebenswelt. „Wir haben die Hoffnung, dass mit dem Wechsel zum bewährten Software-Anbieter Datagroup, der im Frühjahr 2019 erfolgen wird, auch die digitale Antragstellung in greifbare Nähe rückt“, äußert sich Thurner zuversichtlich.

Umfassende Dienstleistungen für über 28.000 Studierende


Im Wintersemester 2017/18 studierten exakt 28.230 Menschen an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, der Hochschule Emden/Leer und der Jade Hochschule mit ihren drei Studienorten in Wilhelmshaven, Oldenburg und Elsfleth. Das Studentenwerk Oldenburg stellt die Rahmenbedingungen für ein gelingendes Studium an diesen Hochschulen bereit: Es betreibt Mensen und Cafeterien, Wohnanlagen und Kitas und bearbeitet die BAföG-Anträge. Mit vielfältigen Beratungseinrichtungen bietet es außerdem gerade für Studierende in speziellen Situationen eine wichtige Unterstützung.

„Die steigenden Studierendenzahlen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass es für viele junge Menschen alles andere als selbstverständlich ist, studieren zu können“, erklärt Geschäftsführer Ted Thurner. „Es ist unsere Aufgabe, auch diese Gruppe auf ihrem Weg zu unterstützen.“ Deshalb helfen die Sozial- und die Studienfinanzierungsberatung dabei, finanzielle Hürden aus dem Weg zu räumen. Eine weitere Beratungseinrichtung unterstützt Menschen, die mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung studieren. Und der Psychologische Beratungs-Service (PBS) ist eine wichtige Anlaufstelle für Studierende bei persönlichen oder studienbedingten Problemen.

Beratungsbedarf auf anhaltend hohem Niveau


Die hohe Nachfrage belegt, wie wichtig diese Beratungseinrichtungen sind: Im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2017 wandten sich über 1.100 Ratsuchende an die Sozialberatung, während der Studienfinanzierungsberater über 1.200 Beratungsgespräche führte. 595 Ratsuchende kamen in die Behindertenberatung, der PBS schließlich beriet 808 junge Menschen.
Das Studentenwerk stellt auch im Internet ausführliche Informationen zu den Beratungsthemen bereit, doch aus Sicht von Geschäftsführer Thurner steht fest: „Online-Informationen können kein individuelles, persönliches Gespräch ersetzen.“

Finanzielle Unterstützung bei Bau- und Sanierungsvorhaben erforderlich

Ein zentrales Thema für das Studentenwerk bleibt das studentische Wohnen. Jüngst konnte eine neue Wohnanlage in Oldenburg eingeweiht werden, eine weitere ist bereits in Planung. An dieser wird sich das Land Niedersachsen mit einem Baukostenzuschuss beteiligen. „In den nächsten Jahren müssen wir zudem dringend mit der Sanierung bestehender Anlagen beginnen“, ergänzt Thurner. „Wir wünschen uns auch bei diesem Vorhaben Unterstützung durch das Land, um bestehenden bezahlbaren Wohnraum zu erhalten.“

Studentenwerk Oldenburg auf einen Blick

  • sechs Mensen, zwei Cafeterien, vier CaféBars
  • 14 Wohnanlagen und -häuser mit insgesamt 2.060 Plätzen*
  • fünf Kinderbetreuungseinrichtungen mit insgesamt 361 Plätzen
  • drei Psychologische Beratungs-Services
  • eine Sozialberatung, eine Behindertenberatung und eine Studienfinanzierungsberatung
  • den Kulturbereich „unikum“ mit dem Kulturbüro und dem studentischen „Oldenburger Universitäts Theater“ OUT
  • die Abteilung für Ausbildungsförderung (BAföG-Amt)
  • 303 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
    * Die Angabe bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017, der für den Geschäftsbericht maßgeblich ist. Seit September 2018 verfügt das Studentenwerk Oldenburg über nunmehr 15 Wohnanlagen mit insgesamt 2.198 Plätzen.
     
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