Montag, 19.10.2015

Studentenwerk feiert den Geburtstag seiner ältesten Mensa

Mit einem Jubiläumsbuffet, Geburtstagskuchen und einem Gewinnspiel feiert das Studentenwerk Oldenburg am 22. Oktober den 40. Geburtstag der Mensa Uhlhornsweg.

1975 bekamen die Studierenden der ein Jahr zuvor gegründeten Universität Oldenburg eine eigene Mensa. Der 40. Geburtstag der ältesten und größten Mensa des Studentenwerks wird am Donnerstag, den 22. Oktober, gebührend gefeiert: Schon bevor die Gäste an diesem Tag die Mensa betreten, werden sie mit Keksen aus der hauseigenen Konditorei begrüßt. In der Mensa erwartet sie dann ein umfangreiches Geburtstagsbuffet mit vielen kleinen und großen Leckereien.
Wie es sich für eine Geburtstagsfeier gehört, kommen auch die Spiele nicht zu kurz: Bei einem Würfelspiel haben die Gäste die Möglichkeit, verschiedene Gutscheine für Mensa, Eiscafé und Cafeteria zu gewinnen.
Wer nach dem Buffet noch ein wenig Platz im Bauch hat, sollte den Kuchenstand aufsuchen: Hier wartet das Team der Konditorei mit verschiedenen Kuchen und – selbstverständlich – auch einer großen Geburtstagstorte auf.

Hintergrund: zur Geschichte der Mensa Uhlhornsweg

Am Anfang lag Bauschutt im Weg

Die 1975 eingerichtete Mensa lag streng genommen nicht am Uhlhornsweg, sondern einige Meter weiter an der Ammerländer Heerstraße, in einem alten Gebäude der Pädagogischen Hochschule. Die Geschichte der Mensa von Anfang an begleitet hat Clemens Scholtalbers, der heutige Küchenleiter. Bevor er und seine damals sechs Kollegen den Kochlöffel schwingen konnten, mussten sie erst einmal zum Besen greifen, denn die Bauarbeiter hatten nicht gerade hygienische Reinheit hinterlassen. „Wir wollten endlich anfangen zu kochen, deshalb haben wir schnell selbst saubergemacht“, erinnert sich Scholtalbers.
Sobald der Bauschutt beseitigt war, konnte es losgehen: Zunächst wurden täglich 400 Portionen gekocht, das neue Angebot wurde jedoch so gut angenommen, dass bereits Ende des Jahres 700 Portionen über den Tresen gingen. Heute werden täglich bis zu 4.000 Essen ausgegeben.

Formtabletts und kleine Auswahl

Die große Vielfalt, die heutigen Studierenden in der Mensa begegnet, kannten die Mensa-Gäste der ersten Jahre jedoch nicht: „Es gab ein Stammessen und ein Auswahlessen, das war alles.“ Serviert wurde das Gericht auf praktischen, aber nicht gerade ansprechenden Formtabletts mit Vertiefungen für Fleisch und Soße, Gemüse, Dessert und Besteck. An einen Nebeneffekt dieser Tabletts erinnert sich Scholtalbers mit Grauen: „Mit der Zeit verbogen sich die Formtabletts, so dass zur Mittagszeit  manchmal ein ohrenbetäubendes Geklapper in der Mensa herrschte.“ Die Ära der Formtabletts ging 1982 zu Ende: In diesem Jahr zog die Mensa in ihr heutiges Gebäude mitten auf dem Campus Uhlhornsweg.

Weniger Fleisch, mehr Interesse an Ernährung

In den letzten vier Jahrzehnten hat Scholtalbers einen deutlichen Wandel bei seinen Gästen festgestellt: „Früher haben sich nur wenige wirklich für Ernährung interessiert, heute ist das Thema vielen Studierenden wichtig.“ Früher wurde zudem viel fleischlastiger und insgesamt deftiger gekocht – jeden Tag ein vegetarisches Hauptgericht, so wie heute? Undenkbar! Nicht wegzudenken sind dennoch seit vierzig Jahren einige fleischhaltige Klassiker unter den Mensa-Gerichten: Hähnchenschnitzel oder Bratwurst etwa.

Auch nach vierzig Jahren ständig auf der Suche nach Verbesserungen

Viel verändert hat sich auch in der Herstellung: Während in der Anfangszeit regelmäßig auf Fertigprodukte zurückgegriffen wurde oder etwa fertige Desserts direkt im Becher gekauft wurden, wird heute nahezu alles selbst gekocht. So wird einerseits dem Bemühen um Nachhaltigkeit Rechnung getragen, welches das Studentenwerk seit langem kennzeichnet. Andererseits ist die Qualität einfach besser. Scholtalbers und sein Team sind trotz jahrzehntelanger Erfahrung immer noch kritisch: Erst im letzten Jahr entschieden sie sich, die bisher eingesetzte Universal-Würzmischung aus der Küche zu verbannen: „Uns gefiel nicht, dass darin Glutamat enthalten war.“ Also tüftelten Clemens Scholtalbers und sein Stellvertreter, Hans-Jürgen Wallasch, so lange in der Versuchsküche, bis die Rezeptur für eine selbst hergestellte Würzmischung gefunden war: Natürlich ganz ohne Glutamat.

     
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