Behinderte bzw. chronisch kranke Studierende und AbsolventInnen, die Rat oder Hilfe in Sachen Berufswahl brauchen, müssen in aller Regel doppelt so viele Anlaufstellen aufsuchen wie ihre nicht behinderten KommillitonInnen. Die Sprechstunde der Behindertenberaterin kann hier eine erste Anlaufstelle sein, um das Terrain zu sondieren und sich über weitere Schritte klar zu werden. Frau Hendeß bekommt auch immer wieder Stellenangebote herein und kann auch Anregungen geben, wie man z. B. bei Bewerbungen mit der Behinderung/Beeinträchtigung umgeht und ob ein Schwerbehindertenausweis hilfreich sein könnte.
Eine sehr informative Zusammenstellung zum Thema Schwerbehinderung und Gleichstellung im Berufsleben finden Sie hier.

Sehr empfehlenswert ist auch das im Jahresrhythmus stattfindende Seminar "Berufseinstieg mit Behinderung und chronischer Krankheit" des Deutschen Studentenwerks.Es richtet sich an Studierende am Ende des Studiums und Hochschulabsolvent/innen mit Behinderung und chronischer Krankheit. Das Deutsche Studentenwerk gibt weitere Hinweise.

Sehr informativ ist auch REHADAT sowie als Download auch die Broschüre Arbeiten mit Behinderung/chronischer Erkrankung der Deutschen Rentenversicherung.

Ein Wort vorweg zu den Angeboten der Agentur für Arbeit und den kommunalen Trägern. So kann es einen großen Unterschied machen, ob freiwillig und aus eigener Initiative eine Beratung aufgesucht wird oder ob es eine Pflichtberatung bei der Beantragung von Sozialleistungen ist.

Es folgt eine Zusammenstellung der Beratungsstellen für behinderte und chronisch kranke Studierende und Absolventen. Diese soll in erster Linie Tipps geben für diejenigen, die aus eigener Initiative heraus Rat suchen. Die Behindertenberaterin des Studentenwerks kann auch konkrete AnsprechparterInnen nennen, mit denen gute Erfahrungen vorliegen. Sehr hilfreich ist es auch, wenn die Rat suchenden sich vor der Beratung konkrete Gedanken und einen Plan machen.


Bei der Agentur für Arbeit sind für AbsolventInnen und StudienabbrecherInnen bis 25 Jahre  die "U25-Teams" zuständig. Je nach Anliegen "Studienberatung" bzw. "Ausbildungsstellenvermittlung" oder "Meldung als arbeitslos" bzw. "Arbeitsvermittlung" ist dann die Berufsberatung (U25) oder die Arbeitsvermittlung (U25) zuständig. Ab 25 Jahre erfolgt Beratung/Vermittlung durch die Ü25-Teams. Die Kontaktaufnahme ist persönlich über die Eingangszonen oder telefonisch über das Service-Center möglich. Es erfolgt dann eine dem Anliegen entsprechende Zuordnung zu den o.g. Teams.

StudienabbrecherInnen können in Oldenburg statt der üblichen Anmeldung über die   Telefonhotline der Agentur für Arbeit auch eine Email mit Kontaktdaten an das Teampostfach der Berufsberatung senden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

In Abhängigkeit von den individuellen Fördervoraussetzungen und Ansprüchen können für die Vermittlung und für die Gewährung von Leistungen auch die Jobcenter zuständig sein

Die Agentur für Arbeit bietet im Internet auch eine Jobbörse an sowie allgemeine Informationen für Menschen mit Behinderungen.


Wer technische oder finanzielle Hilfen bei der Jobsuche braucht, kann einen Termin bei der Rehaberatung der jeweiligen Agentur für Arbeit machen. Es gibt nur eine Rehaberatung für alle, also keine spezialisierte Beratung für schwerbehinderte Akademiker. Deshalb kann es sinnvoll sein, sich zunächst an die Beratung für akademische Berufe (U25) zu wenden.
Auch bei der Rehaberatung ist eine Kontaktaufnahme telefonisch über das Service-Center und persönlich in den Eingangszonen möglich.


Sehr kompetent berät und unterstützt die Vermittlung besonders betroffener schwerbehinderter Akademiker durch die ZAV. Es ist jedoch keine direkte Kontaktaufnahme möglich.

Die ZAV kann nur über die Vermittlungsfachkräfte bzw. die persönlichen Ansprechpartner bei den Arbeitsagenturen oder den JobCentern eingschaltet werden, wenn sich dadurch die Integrationschancen für besonders betroffene schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber mit akademischem Abschluss verbessern lassen.Einen Anhaltspunkt für die Zugehörigkeit zur Zielgruppe bietet nachfolgende Beschreibung auf Basis der Definition besonders betroffener schwerbehinderter Menschen nach § 72 Abs. 1 Nr. 1 SGB IX. Zur Zielgruppe gehören schwerbehinderte Akademiker/innen,
• die zur Ausübung der Beschäftigung wegen ihrer Behinderung nicht nur vorübergehend einer besonderen Hilfskraft bedürfen oder
• deren Beschäftigung infolge ihrer Behinderung nicht nur vorübergehend mit außergewöhnlichen Aufwendungen für den Arbeitgeber verbunden ist oder
• die infolge ihrer Behinderung nicht nur vorübergehend offensichtlich nur eine wesentlich verminderte Arbeitsleistung erbringen können oder
• bei denen ein Grad der Behinderung von wenigstens 50 allein infolge eines Anfallsleidens vorliegt oder
• die aus sonstigen behinderungsbedingten Gründen einen besonderen Förderbedarf haben.

Studium? Arbeitslos? Behindert? Chronisch krank? - Erfolgreich bewerben! (als Download)
Die 36-seitige ZAV-Broschüre für "frisch-gebackene" Hochschulabsolvent/innen mit Behinderung kann auch in gedruckter Form bestellt werden.
Bestellungen bitte an: ZAV-Bonn.SBAkademiker@ZAV-Bonn .


Das Service-Center stellt den Kontakt zu den BeraterInnen her und vergibt Termine. Bei zahlreichen Anmeldungen kann es zu längeren Wartezeiten kommen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, sich vom Berater zurückrufen zu lassen oder eine Email zu bekommen. Dies soll grundsätzlich bis zum nächsten Tag erfolgen, kann u.U. jedoch auch länger dauern. Es kann hilfreich sein zu sagen, dass es sich um eine sehr dringende Frage handelt. Dazu sollte bei dem Anruf so konkret wie möglich gesagt werden, worum es geht, da im Call-Center keine Fachleute sitzen.

Generell ein Tipp bei schwierigen oder angstbesetzten Beratungsgesprächen: Bringen Sie eine Person Ihres Vertrauens mit, denn vier Ohren hören mehr als zwei. Außerdem wird so Öffentlichkeit hergestellt.


In speziellen Fragestellungen kann auch der Berufsbegleitende Dienst und der Integrationsfachdienst weiterhelfen, auch wenn es hier teilweise keine Spezialisierung für Akademiker gibt. Für hörgeschädigte Menschen gibt es einen eigenen Beratungsdienst.

An der Universität Oldenburg gibt es außerdem eine Zentrale Studien- und Karriereberatung für Studierende, AbsolventInnen und DoktorantInnen. Auch die Jade Hochschule hat einen Career- und Talantmanagement-Service vom Fachbereich Wirtschaft.

Das BeratungsCenter des Studentenwerks Oldenburg gibt weitere Tipps für AbsolventInnen und für das Lehramt.


Weitere Infos:

Wiebke Hendeß: Tel. 0441/798-2797
Fax 0441/798-2071
e-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Oldenburg

Berufsberatung für akademische Berufe
Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven
Stau 70
26122 Oldenburg
Service-Center: 0800 4 5555 00

Wilhelmshaven
Berufsberatung für akademische Berufe
Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven

Schillerstraße 37
26382 Wilhelmshaven
Service-Center: 0800 4 5555 00
Emden-Leer

Beratung für akademische Berufe
Agentur für Arbeit Emden
Schlesierstr. 10/12
26723 Emden
Service-Center: 0800 4 5555 00

Emden

Rehaberatung der Agentur für Arbeit
Service-Center: 0800 4 5555 00
Oldenburg-Wilhelmshaven

Rehaberatung der Agentur für Arbeit
Service-Center: 0800 4 5555 00

Bundesweit

Vermittlung besonders betroffener schwerbehinderter Akademiker durch die ZAV

Keine direkte Kontaktaufnahme möglich. Die ZAV kann nur über die Vermittlungsfachkräfte bzw. die persönlichen Ansprechpartner bei den Arbeitsagenturen oder den JobCentern eingschaltet werden.

Oldenburg

Integrationsfachdienst Oldenburg
-Berufsbegleitung von
schwerbehinderten Menschen-

Niedersachsen

Integrationsfachdienste

Zuständig für Oldenburg, Wilhelmshaven und Emden

Integrationsfachdienst für hörgeschädigte Menschen

Am Wendehafen 8
26135 Oldenburg

Tel: 0441/39010376
Fax: 0441/39010377

e-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Oldenburg
Zentrale Studien- und Karriereberatung an der Uni Oldenburg
     
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