Besonderheiten in der Coronakrise:

Hinzuverdienst, der während des laufenden Bewilligungszeitraums wegen eines Jobs, der im Zuge der Corona-Krise im Gesundheitsbereich oder der Landwirtschaft aufgenommen wird, erfährt eine Sonderregelung bei der Anrechnung:

Das zusätzliche Einkommen wird in der BAföG-Berechnung lediglich für die Monate berücksichtigt, in denen dieses auch erzielt wird und nicht wie sonst gleichmäßig auf alle Monate des Bewilligungszeitraums verteilt, was bei einer Einkommensaufnahme später im Förderzeitraum zu einer Rückforderung für alle zurückliegenden Monate führen würde.

Arbeiten Sie beispielsweise in den Monaten April bis Juni in einem Job mit hohem Einkommen, wird ihr Verdienst auch nur in diesen Monaten auf Ihren Bedarf angerechnet, wodurch Ihr Förderbetrag für diesen Zeitraum sinkt. BAföG-Geförderte behalten demnach ihren Anspruch vor und nach einem vergüteten Engagement in der Pandemiebekämpfung.

Achtung: Die Sonderregelung gilt nicht für Jobs im Einzelhandel.

 

Wenn Sie als BAföG-EmpfängerIn neben dem Studium jobben wollen, ist das normalerweise kein Problem: Sie können pro Bewilligungszeitraum (12 Monate) 5.412 € aus abhängiger Beschäftigung dazuverdienen, ohne dass dies die Förderung schmälert. Wenn Sie also einen 450-Euro-Job haben, brauchen Sie nicht zu befürchten, dass Sie deswegen weniger BAföG bekommen.

Die jeweiligen monatlichen Verdienste können aber auch unterschiedlich sein; entscheidend ist der Betrag, der insgesamt während des Bewilligungszeitraums verdient wird. Wichtig ist, dass nicht der Verdienst im Kalenderjahr, sondern im BAföG-Bewilligungszeitraum (also z.B. 1.10.2019 bis 30.9.2020) zugrunde gelegt wird.

Erst über der Einkommensgrenze von 5.412 € wird der eigene Verdienst auf das BAföG angerechnet. Allerdings ist es nicht schlimm, wenn Ihr monatliches Einkommen die Grenze um ein paar Euro übersteigt: Die Förderung sinkt dadurch nur unwesentlich.

Abweichende Einkommensgrenze bei selbstständiger Tätigkeit

Wenn Sie ausschließlich Erwerbseinkommen aus selbstständiger Tätigkeit erzielen, z.B.  durch Honorarjobs, gilt eine andere Einkommensgrenze: In diesem Fall können Sie bis zu 4.410 € hinzuverdienen, ohne dass sich dies auf Ihr BAföG auswirkt.

Wichtig: Wenn in Ihrem Studium ein Praxissemester oder Praktikum vorgeschrieben ist, gelten die Freibeträge nicht für deren Vergütung. Weitere Informationen hierzu finden Sie im pdf Infoblatt Praktikum (1.68 MB) .

Für weitere Infos erkundigen Sie sich bitte beim BAföG-Amt oder erfahren Sie hier mehr.

Amt für Ausbildungsförderung
Schützenweg 44, 26129 Oldenburg
Telefon (0441) 97175-0
Erreichbarkeit der Zentrale: Mo-Do 9 - 15.30, Fr 9 - 12.30 Uhr.
Fax (0441) 97175-99
E-Mail: bafoeg@sw-ol.de
Öffnungszeiten: Mo+Do 10.00 - 12.00 Uhr, Do 13.30 - 15.30 Uhr
Telef. Beratung auch außerhalb der persönlichen Sprechzeit
BAföG-Servicebüro im SSC
Mo, Di, Do 10.00-12.30 Uhr, Di 14.00-16.30 Uhr
BAföG-Beratung in Emden:
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im Mensagebäude
26723 Emden
Tel.: 04921 / 61 428
Fax: 04921 / 58 53 90
Öffnungszeiten: Di & Do 9.00 - 12.00 Uhr, 12.30 - 15.00 Uhr
BAföG-Beratung in Wilhelmshaven:
Studentenwerksbüro
Friedrich-Paffrath-Str. 101
Raum S 78
26389 Wilhelmshaven
Tel.: 04421 / 85 298
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