Eine Hälfte des BAföG bekommen Sie als Zuschuss geschenkt, die restlichen 50% werden als zinsloses Darlehen gezahlt. Damit man nach dem Studium nicht vor einem riesigen Schuldenberg steht, ist die Schuldensumme auf maximal 10.010 € begrenzt. Wer maximal 77 Monatsraten beglichen hat, ist schuldenfrei - auch, wenn der eigentlich geschuldete Betrag dann noch nicht abbezahlt ist.

Die Begrenzung bezieht sich nur auf das BAföG-Staatsdarlehen. Das bis zum WS 19/20 bewilligte Bankdarlehen sowie das danach bewilligte BAföG-Volldarlehen ("Studienabschlusshilfe") ist zusätzlich zu erstatten.

Für die Rückzahlung des Darlehensanteils haben Sie bis zu 20 Jahre Zeit. Sie beginnt frühestens fünf Jahre nach dem Ende der Förderungshöchstdauer und soll in monatlichen Raten von derzeit mindestens 105 € (ab April 2020: 130 €) erfolgen. Nach einem Fachrichtungswechsel ist der zuletzt geförderte Studiengang (Bachelor) maßgeblich. Wer einen Teil oder die ganze Summe auf einmal zurückzahlen kann, erhält auf Antrag einen Teilerlass.

Bei Bachelor- und Masterstudiengängen beginnt die Rückzahlung fünf Jahre nach dem Ende der Förderungshöchstdauer im Bachelor-Studiengang. Ist das Master-Studium noch nicht abgeschlossen, wird ein Aufschub gewährt.

Wenn Sie unterhalb einer bestimmten Einkommensgrenze bleiben, sind Sie von der Rückzahlungsverpflichtung zurückgestellt, bis Sie mehr Geld verdienen. Von dieser Regelung profitieren diejenigen, deren Einkommen nach Abzug der Steuern und Sozialabgaben unter derzeit 1.267 € liegt. Hat man Kinder oder ist verheiratet, erhöhen sich diese Freigrenzen noch.

Rückzahlungsmodell noch bis Ende Februar 2020 wechseln

Für alle, die bereits vor dem 1. September 2019 BAföG erhalten haben, gilt noch die alte Rückzahlungsregelung. Der wichtigste Unterschied: Nach dem alten Gesetz erlischt die Rückzahlungspflicht erst nach 30 Jahren anstatt nach 20. Für einen Übergangszeitraum besteht für (derzeitige und ehemalige) BAföG-Empfänger*innen nun die Möglichkeit, aus dem alten Modell ins neue zu wechseln. Die Frist dafür läuft am 29. Februar 2020 ab. Näheres finden Sie auf der Webseite des Bundesverwaltungsamtes.

Tipp: Sobald ehemalige Studierende ihr BAföG-Darlehen zurückzuzahlen beginnen, sollten sie die Tilgungskosten in der Steuererklärung geltend machen. Bisher sind diese Kosten zwar weder als Sonderausgaben noch als Werbungskosten steuerlich anerkannt, so der Neue Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL) in Berlin. Doch am Bundesfinanzhof (BFH) werde derzeit ein entsprechendes Verfahren verhandelt (Az.: VI R 41/05).

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