Projekt Zweisprachigkeit in Emder Studentenwerks-Kita

Die Kita Constantia des Studentenwerks Oldenburg hat Anfang des Jahres 2011 mit dem Projekt der zweisprachigen Erziehung Hochdeutsch-Plattdeutsch begonnen. Drei Mitarbeiterinnen sprechen mit den 77 Kindern im Krippen- und Kindergartenalter ausschließlich plattdeutsch.

Im gesamten ostfriesischen Raum gibt es rund 60 Kitas, die sich das Plattdeutsche auf die Fahnen geschrieben haben. Großen Einfluss hatte dabei die Unterstützung durch die Ostfriesische Landschaft, den Regionalverband für Kultur, Wissenschaft und Bildung, wie Kita-Leiterin Andrea Schlichting-Buß beschreibt: „Wir haben von der Landschaft eine umfassende fachliche Beratung bekommen, die auch verschiedene Modelle des Spracherwerbs dargestellt hat.“

Drei Mitarbeiterinnen sprechen immer plattdeutsch

So praktizieren manche Kitas ein zeitlich versetztes Sprachangebot, bei dem alle Erzieherinnen im Wechsel eine Woche hoch- und eine Woche plattdeutsch sprechen. In der Kita Constantia entschied man sich jedoch dafür, die neue Sprache personenbezogen einzuführen: „Bei uns sprechen zwei Erzieherinnen und unsere Küchenkraft jeden Tag mit den Kindern plattdeutsch,“ erläutert die Kita-Leiterin. Auch die Kommunikation mit den anderen Erzieherinnen und den Eltern läuft auf plattdeutsch.

Vorhandene Ressourcen nutzen

„Statt eine ganz andere Fremdsprache in unserer Kita einzuführen, wollten wir die Ressourcen unserer Mitarbeiterinnen nutzen“, sagt Andrea Schlichting-Buß. „Da war es nur folgerichtig, auf das Plattdeutsche zurückzugreifen.“ Die Kinder kommen mit den beiden Sprachen sehr gut zurecht, hat die Kita-Leiterin beobachtet. Wenn auch nicht alles auf Anhieb verstanden wird, so ist die Verständigung doch von Mal zu Mal besser möglich. Auch die Eltern stehen dem Projekt aufgeschlossen gegenüber.

     
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