Nachteilsausgleiche im Studium

Bibliotheks- und Informationssystem BIS

Das BIS der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg hat es sich zur Aufgabe gemacht, individuell auf die Bedürfnisse von behinderten und chronisch kranken NutzerInnen einzugehen.Dieses beinhaltet Hilfestellungen und Serviceleistungen. Der Bedarf an umfangreichen Hilfestellungen (z.B. Kopieren eines ganzen Buches) sollte vorher angemeldet werden.

Nachteilsausgleiche erleichtern schriftliche Arbeiten

Nicht wenige LegasthenikerInnen schaffen die Zulassung zur Universität oder Fachhochschule. Bundesweit studieren laut einer Umfrage des Deutschen Studentenwerks 1% aller Studierenden mit einer Legasthenie, inoffiziell ist sogar von 2% auszugehen. Legasthenie ist eine Behinderung, bei der beim Aufnehmen und /oder Abfassen von Texten Fehler auftreten.

Rechtzeitige Beantragung und Beratung notwendig

Für Studierende mit Körper- oder Sinnesbehinderungen, chronischen Erkrankungen, Legasthenie oder psychischen Problemen stellt das Bachelor- und Masterstudium oft eine große Herausforderung dar. Der sehr straffe Stundenplan, der hohe Workload und die eng aufeinander folgenden Modulprüfungen sind schon für die „Normalstudierenden“ sehr anstrengend.

In die Behindertenberatung kommen häufig zukünftige LehrerInnen mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen mit ihren Fragen. Aus diesem Grund hat die Beraterin nach mehreren Gesprächen mit einer Bezirksvertrauensperson der schwer behinderten Beschäftigten an Schulen bei der Landesschulbehörde, Abt. Osnabrück, folgende Informationen zusammengestellt.

Behinderte und chronisch erkrankte Studierende sind an Hochschulen häufiger anzutreffen, als es zunächst den Anschein hat. Denn zunächst nicht offensichtliche, aber gravierende gesundheitliche Beeinträchtigungen wie z. B. rheumatische Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Hörschädigungen und psychische Erkrankungen kommen in allen Bevölkerungsschichten vor, also auch bei Studierenden.

Personen mit nicht-sichtbaren Behinderungen oder Erkrankungen verschweigen nicht selten ihre Beeinträchtigung, da sie häufig auf wenig Verständnis stoßen. Zu diesen Beeinträchtigungen gehören etwa Legasthenie, Autismus, MS, Tinnitus, Morbus Crohn, Fibromyalgie, Nierenerkrankungen, Herzfehler oder psychische Erkrankungen.
Was viele nicht wissen: An der Hochschule stehen ihnen ebenso Hilfen und Nachteilsausgleiche zu wie KommilitonInnen mit sichtbaren Behinderungen.


In dem Ende 2011 gegründeten Gesprächskreis für Studierende mit nicht sichtbaren Beeinträchtigungen besteht die Möglichkeit zum Informations- und Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen sowie zu gegenseitiger Motivation und Unterstützung. Weiterhin können hier Ideen gesammelt werden für weitere Projekte.

Kontakt am besten direkt über die Leiterin der Selbsthilfegruppe unter der Email-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Das nächste Treffen der Selbsthilfegruppe finden Sie auf der Homepage des Autonomen Referats für behinderte und chronisch kranke Studierende im AStA.

Weiterhin gibt es eine eigene Austauschgruppe für Studierende mit Autismus-/Aspergerspektrum.

In Bremen gibt es beim Studentenwerk eine eigene Gruppe für Studierende mit ADHS.
Dazu beteiligt sich die Universität Oldenburg an der ESCAlate-Studie.

Bundesweit gibt es eine Interessensvertretung für Studierende mit Darmerkrankungen, mit Hörschädigungen sowie für sehbehinderte und blinde Studierende.

 

     
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