Anrechnung bei Sozialleistungen

Wer unter 25 Jahre alt ist, nicht mehr als 455 € (Stand: 2020, ab 1.1.2021 voraussichtlich: 470 €) an monatlichem Einkommen bezieht und gesetzlich versicherte Eltern hat, kann in der Regel über die Eltern kostenlos familienversichert werden. Die Familienversicherung ist auch bei EhepartnerInnen oder gesetzlich eingetragenen Lebenspartnern möglich, wobei die Altersgrenze keine Rolle spielt. Auch bei behinderten Kindern kann die Altersgrenze entfallen (§ 10 Abs. 2 Nr. 4 SGB V). Bei einer geringfügigen Beschäftigung (z.B. Mini-Job) besteht gleichfalls kein Konflikt mit der Familienversicherung.

Erreicht das Einkommen kritische Höhen und droht eine Überschreitung, müssen Sie dies eigenständig der Krankenkasse melden. Andernfalls kann es bei späteren Datenabgleichen und nachträglichem Wegfall der Familienversicherung zu erheblichen Nachzahlungen für die Krankenversicherung der Studenten kommen.

Achtung: Corona-Freibetrag!
Bitte § 21 Abs. 4 Nr. 5 BAföG beachten! Einkommen aus Arbeit in bestimmten Bereichen soll ab dem 1.3.2020 nicht angerechnet werden, wenn sie ab diesem Zeitpunkt aufgenommen oder entsprechend aufgestockt wurde. News-Artikel hierzu...

Wer BAföG-Leistungen bezieht, sollte beachten, dass über 5420 € Brutto-Erwerbseinkommen pro Jahres-Bewilligungszeitraum (Stand: WiSe 19/20) eine Anrechnung auf die Leistungen zu erwarten ist. Die Grenze gilt für Alleinstehende ohne sonstige besondere Einkommen (z. B. Waisenrente, welche einen eigenständigen Freibetrag auslöst).

Erstausbildung

Neben dem Studium zu arbeiten, ist bei Erstausbildungen im Kindergeldbezug unkritisch.

Zweitausbildung

Die Regelungen für Kinder ab 18 Jahren sind  in § 32 Abs. 4 EStG zusammengefasst. Dort finden sich auch die Formulierungen zum Arbeiten neben dem Studium in einer Zweitausbildung:

     
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